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Blickpunkt

Kleine Ideen für Mobilität

Kleine Ideen für Mobilität
Von Andrea Barthélémy
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Es muss nicht gleich die Magnetschwebebahn sein. Manchmal sind es schon kleine Ideen, die Mobilität in Städten sehr viel einfacher machen. Wie sich das anfühlt, ist in den Ferien gut zu testen. Sommerferien in der Großstadt haben eine erfreuliche Nebenwirkung: Endlich gibt es mehr Platz und Entspannung auf den Straßen und Radwegen. Zumindest ein paar Wochen lang spaziert das Leben ohne Run auf volle Busse und U-Bahnen deutlich unaufgeregter daher. Regelmäßig stellt sich dann die Frage: Warum kann das eigentlich nicht immer so sein?

Die Antwort: Es könnte durchaus öfter so sein. Aber dafür muss man – und vor allem die Kommune – etwas tun. Verkehrswende ist das Stichwort, das seit fast einem Jahr in Deutschland deutlich einfacher zu buchstabieren und auch auf die Straße zu bringen ist. Die neue Straßenverkehrsordnung macht’s möglich. Das muss noch nicht einmal viel kosten. Schon Pop-Up-Fahrradwege, eigene Busspuren oder farbige Neu-Markierungen von Kreuzungen können den Raum auf der Straße sicherer machen und gerechter verteilen. Kurz: Aus Bestehendem mit vergleichsweise geringem Aufwand etwas Besseres zu machen. Viele Ideen dazu liefert etwa die Pop-Up-Mobilitätswende der Deutschen Umwelthilfe mit dem sprechenden Motto: Weil Kommunen auch schnell können! Andere Mobilitätsinitiativen, wie der Verein Changing Cities, verbreiten durch ihre Mitglieder neue Ideen im Kiez. Nicht immer geht das im Miteinander reibungslos, weil etwa für Fahrradstraßen auch mal Anwohnerparkplätze weichen müssen. Reibungslos läuft der Verkehr aber auch nach dem alten Muster nicht. Deshalb: Gerecht verteilter Platz und Sommerferien-Feeling das ganze Jahr über, bitte!